Christians Blog

 

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Bald gehts los

Hallo ihr Lieben,

ich werde bis August 2007 an der University of California in Santa Cruz studieren. Wie auch schon in vergangenen Zeiten möchte ich, dass mich all meine Freunde begleiten. Deshalb soll diese Seite einerseits dazu dienen euch zu erzählen was ich den ganzen Tag treibe, und andererseits ein Forum für eure Gedanken sein! IM !!!!!!!GÄSTEBUCH!!!!!! KÖNNT IHR EUREN GEDANKEN FREIEN LAUF LASSEN
14.8.06 00:21


Bin gut angekommen

Nach langen Flügen und eine wenig Manhatten bin ich gut am Zielort gelandet. Ganz im Gegensatz zu meinen Erwartungen hat mich New York fasziniert. Die Skyline, die ich mir im Vorfeld als kalt und überzogen vorgestellt hatte entpuppte sich als wunderschöne Kombination von alter und neuer Architektur. Aber soviel Leute in den Strassen hab ich auch noch nie zuvor gesehen. Bin grad von meinem ersten Stadtspaziergang in Santa Cruz zurückgekommen. Die Stadt ist auf den ersten Blick süß anzuschauen. Viele kleine viktorianische Bauten (photos gibts demnächst). Natürlich hab auch schon dem Pazifik einen Besuch abgestattet und mich hats prompt im warmen Sand erwischt... ein 2 stündiges ungeplantes Schläfchen. Das Klima liegt mir sehr, denn es weht stets eine frischer Wind, so wird es nicht allzu warm. Soweit die erste Standortanalyse...ich freu mich jetzt auf mein Studentenwohnheimbett...Gute Nacht
21.8.06 04:53


24.8.06 08:00


Ein Paradis

Nur ein paar kurze Zeilen zu Santa Cruz. Nie im Leben hätte ich mir vor ein oder zwei Jahren erträumt einmal ein Jahr im Paradis studieren zu können. Ich bin überwältigt von der Schönheit dieses Ortes. Jeden Morgen jogge ich am Strand, wo schon seit Sonnenaufgang (5.30 Uhr) die Surfer versuchen die ersten Wellen zu erhaschen, wo Seerobben auf den Felsen der Steilküste ihr Unwesen treiben (Santa Cruz hat eigentlich nur einen 200m Sandstrand, der Rest ist Steilküste mit kleinen Ministränden zwischendurch), wo mir Rehkitze auf dem Weg zu Uni begegnen, wo der Himmel jeden Tag blau daherstrahlt. Der Ort ist Zuflucht für alle Althippies, so dass überall in der Straße Menschen mittleren Alters mit langen Haaren und zerfetzten Klamotten rumrennen. Das Motto des Orts ist "Organic"...was im deutschen am Besten mit "Bio" zu übersetzen ist. Man sieht hier nur ganz selten das Klischee vom dicken Amerikaner, alle Wohnungsanbieter suchen Vegetarier (vegis) oder "spiritual" people. Es ist ein wenig wie im Friedrichshain, also ein wenig Heimat. Trotzdem hab ich meine Probleme mit so manchen Amis (vielleicht liegt es einfach an dieser grauenvollen Sprache (Aktzent)). Mir gehts gut, ich bin auf der Suche nach Asiaten, die mit mir ein 10 qm Zimmer teilen, um Geld zu sparen. Im Studentenwohnheim wollen sie für ein Dreibettzimmer 690$ auf dem Campus sogar 1100$. Ich bin zuversichtlich das noch andere Sparfüchse unterwegs sind mit denen man dasselbe für ein Drittel haben kann. Ich halt euch auf dem Laufenden...
25.8.06 05:39


Hab ne Bleibe gefunden

Die Suche hat ein Ende. Ab Sonntag werd ich mir ein Appartment mit Felix teilen. Wir haben der Uni in Berlin dasselbe Stipendium bekommen und kennen und schon aus Berlin. Das Appartment hat eigentlich nur ein Zimmer, eine Küche, aber auch eine große Terasse. Im teuren Santa Cruz (Preise aus Berlin mit 2 multiplizieren und ein $ ranhängen) war "Roomsharing" die einzig in Frage kommende Möglichkeit. Ich bin sehr zufrieden, denn wir einen wirklich guten Preis bekommen haben( Fotos demnächst). Zur Zeit schlafe ich im Hostel. Am Sonntag war ich mit Ignazio aus Chile in San Francisco Die Stadt ist wunderschön, mit einer ganz verspielten Architektur. Diese kleinen süßen viktorianischen Häuser überall haben mein Herz im Sturm erobert, nur einige Wolkenkratzer stören das Bild. In den 20er Jahren muss diese Stadt einfach überwältigend schön gewesen sein.

Ich verbringe viel Zeit auf dem Campus. Jeden Morgen, wenn ich den Berg auf dem die Uni liegt erklummen habe bin ich aufs neue entzückt von der Schönheit der Landschaft hier oben, in mitten von riesen Redwoodbäumen, einem Wahnsinnsblick auf die Stadt und den Pazifik und so manch ungewohnten Aussehen einiger Studenten
Ich freue mich sehr darauf hier oben die nächsten 10 Monate verbringen zu können. In der Stadt fühle ich mich nicht ganz so wohl. Obwohl Santa Cruz die liberalste Stadt in Kalifornien ist(Love, peace, happiness), ist der Materialismus stark ausgeprägt. Neben millionenschweren Villen und teuren Restaurants kämpfen die Obdachlosen um ihr Überleben. Man zahlt viel Geld für sein Dinner, läßt aber den Menschen 20 Meter weiter hungern. Man spielt Beachvolleyball, grinst im ganzen Ort um die Wette, fährt mit riesigen Jeeps die Strandpromenade entlang, versucht die Wellen mit seinem Surfbord zu reiten, vor den Augen von Menschen die es sich nicht einmal leisten können ihren täglichen Kalorienbedarf zu stillen, geschweigedenn medizine Versorgung oder sanitäre Anlagen. Die Obdachlosen sind immer allein unterwegs, weil sie in der Gruppe Gefahr laufen von der Polizei gewaltsam "entfernt" zu werden, weil sie die Ökonomie des Tourismus gefärden, obwohl es kein Gesetz gibt, dass dieses Vorgehen legitimiert. Der Anblick dieser Sachen macht mich so traurig, man fühlt sich so machtlos, so klein, aber ist man es wirklich??? Ich schaffe es nur mit größter Anstrengung diesen Menschen aufrecht in die Augen zu sehen, so sehr schäme ich mich einer von denen zu sein die all das einfach passieren lassen, obwohl man sich der Grausamkeit dieses Szenarios ganz klar bewusst ist!
31.8.06 09:24





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